Freitag,
6. November

Zwischen Alb

Kath. Kirche - Maria zum guten Stein (Dettingen an der Erms)
Symbolbild: Dettingen an der Erms · Foto: Vux, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Stuttgart – Sieben Kommunen in Baden-Württemberg erhalten zusammen rund 845.000 Euro vom Land, um ländliche Wege zu modernisieren. Das teilte das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat mit. Mit dem Geld werden Baumaßnahmen an rund 9,4 Kilometern landwirtschaftlicher Haupterschließungswege bezuschusst. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Nachhaltige Modernisierung Ländlicher Wege“. Es ist die 45. Bewilligungstranche, sie umfasst elf Anträge.

Die Zuschüsse gehen an die Städte Maulbronn, Vellberg und Neuenstein sowie an die Gemeinden Kupferzell, Rot am See, Mönsheim und Schonach im Schwarzwald. Die größte Summe erhält Mönsheim mit 293.075,20 Euro, die kleinste Rot am See mit 34.800,00 Euro. Insgesamt fließen 844.849,35 Euro.

Ministerin Marion Gentges sagte am 5. November 2026 in Stuttgart, das ländliche Wegenetz solle multifunktional sein und den Erfordernissen der Land- und Forstwirtschaft ebenso gerecht werden wie den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. Auch Einsatzkräfte seien in Notfällen auf gute Wege angewiesen, das habe sich in diesem Jahr bei verschiedenen Vegetationsbränden gezeigt. Der ländliche Wegebau bleibe deshalb ein wichtiges Infrastrukturprogramm für die Zukunft des ländlichen Raums.

Erhalt und Modernisierung ländlicher Wege sind für die Kommunen laut Ministerium eine Daueraufgabe. Das Land unterstützt sie dabei seit 2018 mit dem Förderprogramm, das nach Angaben des Ministeriums von den Kommunen stark nachgefragt wird. Seither konnten fast 500 Anträge in über 230 Kommunen mit rund 25,2 Millionen Euro gefördert werden. Damit konnten über 390 Kilometer ländliche Wege modernisiert werden. Das Programm gehört zur Strategie des Landes, die ländlichen Räume zu stärken und weiterzuentwickeln.

Gentges sagte, für die einen seien ländliche Wege wichtige Verbindungsachsen von der Hofstelle zum Feld oder Wald, für andere bedeuteten sie Erholung und Abwechslung. Dieses Miteinander wolle das Land weiter stärken.

Zusammengefasst

  • Ansprechpartner für das Förderprogramm: die unteren Flurbereinigungsbehörden in den Landratsämtern
  • Geförderte Kommunen: Maulbronn (100.000,00 Euro), Vellberg (86.800,00 Euro), Kupferzell (93.126,55 Euro), Rot am See (34.800,00 Euro), Mönsheim (293.075,20 Euro), Schonach im Schwarzwald (144.412,40 Euro), Neuenstein (92.635,20 Euro)
  • Summe: 844.849,35 Euro

Umfeld

Wie das Ministerium auf seiner Website mitteilt, richtet sich die Umsetzung des Förderprogramms nach der Verwaltungsvorschrift für die nachhaltige Modernisierung Ländlicher Wege (VwV MoLWe). Deren Geltungsdauer wurde dort aktuell bis zum 31.12.2026 festgelegt.

Den Antrag bearbeiten die Gemeinden und reichen ihn bei der zuständigen unteren Flurbereinigungsbehörde beim jeweiligen Landratsamt ein. Die Behörde kann dabei beratend unterstützen. Bewilligungsstelle ist das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung. Erst nach der Bewilligung können die Gemeinden den Ausbau umsetzen. Antrag und Fördervorschrift stehen auf der Internetseite dieses Landesamts zum Download bereit.

Sichtweise

Für die beteiligten Kommunen ist das ein konkreter Zuschuss für Wege, die Landwirte, Spaziergänger und Einsatzkräfte nutzen. In der Mitteilung fehlt, welche Wege genau saniert werden und wann die Arbeiten beginnen. Das wäre für Anwohner und Nutzer vor Ort die interessanteste Information.

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