Donnerstag,
5. November

Zwischen Alb

Tübingen Neckarfront BW 15-31
Symbolbild: Tübingen · Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Stuttgart – Bei Gefahrenlagen sollen Menschen in Baden-Württemberg Warnungen künftig auch an digitalen Stadtinformationstafeln sehen können. Das Land arbeitet dafür mit der Firma Wall zusammen, teilte das Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa mit. Die Warnmeldungen des Landes laufen über das Modulare Warnsystem (MoWaS), das Baden-Württemberg zur amtlichen Warnung der Bevölkerung nutzt. An dieses System sind verschiedene Warnmittel angeschlossen. Dank der neuen Kooperation können künftig auch Meldungen über MoWaS an die Tafeln von Wall gehen.

Wall betreibt solche Tafeln in Baden-Württemberg nach Angaben des Ministeriums derzeit in Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Reutlingen und Stuttgart. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Berlin und ist auf Stadtmöblierung und Außenwerbung spezialisiert.

Innenminister Manuel Hagel erklärte am 5. November 2026 in Stuttgart: „Im Ernstfall zählt jede Sekunde.“ Die Tafeln seien eine hervorragende Ergänzung für den Warnmix im Land, etwa beim Warten auf den Bus oder beim Samstagsbummel in der Fußgängerzone.

Patrick Möller, Geschäftsführer von Wall, sagte, die digitalen Screens stünden sichtbar und frequenzstark im öffentlichen Raum und erhöhten die Reichweite der Warnmittel im Land weiter. Das in die Anlagen integrierte System informiere im Krisen- oder Katastrophenfall unverzüglich über Gefahrenlagen.

Warnungen und konkrete Handlungsempfehlungen können damit direkt im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden und Menschen erreichen, die in Fußgängerzonen unterwegs sind oder an Haltestellen warten. Zum bisherigen Warnmix des Landes gehören Warn-Apps wie NINA, Cell Broadcast sowie Rundfunk und Fernsehen. Die Tafeln sollen künftig hinzukommen.

Umfeld

Wall ist nach Angaben der Wikipedia eine GmbH mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen entwickelt und produziert Stadtmöbel und vermarktet analoge wie digitale Werbeflächen. Hans Wall gründete es 1976 in Ettlingen, 1984 zog der Unternehmenssitz nach West-Berlin.

Seit 2009 gehört Wall zur JCDecaux-Gruppe. Die Geschäftsführung besteht laut Wikipedia aus Patrick Möller, Andreas Prasse und Andreas Scholz.

Nach eigenen Angaben ist Wall Partner von über 20 Städten in Deutschland und hat über 40.000 digitale und analoge Werbeflächen im Portfolio.

Am selben Wegstück: Baden-Württemberg