Biberach an der Riß – Auf dem Bolzplatz Lindele in Biberach stehen wieder Tore: Zwei neue Mini-Tore wurden angeschafft. Bezahlt hat sie die Stiftung „Vergissmeinnicht“ mit einer Spende von 4.315 Euro, wie die Stadt Biberach an der Riß mitteilte.
In den vergangenen Monaten konnten Jugendliche dort nicht mehr auf Tore schießen, weil keine mehr vorhanden waren. Das hat nun ein Ende: Bei der offiziellen Scheckübergabe war der Platz schon wieder in Benutzung. Baubürgermeister Simon Menth und Jürgen Kley vom Stadtplanungsamt nahmen den Scheck von Nikolaus Stetter entgegen, dem Vorstand der Stiftung „pro bono BC“.
Den Stiftern sprach Menth seinen Dank aus. Der Bedarf sei groß, das hätten viele Anfragen in den vergangenen Wochen gezeigt. Stetter sagte, er freue sich, dass die Erträge der Stiftung Vergissmeinnicht im Sinne des Ehepaars Rosa und Manfred Wachter verwendet werden. Die beiden hatten ihre Stiftung unter anderem für Kinder und Jugendliche in Biberach gegründet.
Genutzt wird der Bolzplatz von Jugendlichen aus den angrenzenden Wohngebieten. Die jungen Spieler bei der Übergabe äußerten einen Wunsch: Die Tore sollen etwas weiter auseinanderstehen, damit sie sich beim Spielen richtig auspowern können. Kley sagte das zu. Aktuell entspricht der Abstand dem eines DFB-Minispielfelds. Aufgrund des gewählten Fundaments ist es problemlos möglich, ein Tor zu versetzen.
Die Stiftung „pro bono BC“ hat ihren Sitz in Biberach an der Riß und ist eine gemeinnützige, rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Gegründet wurde sie 2006 von der Kreissparkasse Biberach. Wer mindestens 50.000 Euro einbringt, kann bei ihr eine eigene gemeinnützige Stiftung gründen, als Treuhandstiftung oder als Stiftungsfonds. Langfristige Projekte im Landkreis und in Oberschwaben fördert die „Stiftergemeinschaft für Gesellschaft, Schutz von Umwelt und Klima“, die seit 2024 besteht. Zustiftungen sind dort ab 1.000 Euro möglich. Nach eigenen Angaben zählt „pro bono BC“ mit inzwischen 80 Unterstiftungen zu den größten Kundenstiftungen in Baden-Württemberg.
Sichtweise
Ein kleines Projekt mit sichtbarem Nutzen: Der Bolzplatz ist wieder voll nutzbar, und die Jugendlichen wurden mit ihrem Wunsch ernst genommen. Dass sich der Torabstand ohne großen Aufwand ändern lässt, ist eine praktische Lösung. Offen bleibt, bis wann die Tore versetzt werden.
