Geislingen – Eine 62-jährige Frau ist am Samstagnachmittag in Geislingen von ihrem eigenen Hund schwer verletzt worden. Das Tier ist seither auf der Flucht. Das teilte das Polizeipräsidium Reutlingen mit.
Gegen 16.50 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, im Wohngebiet Giebel sei eine Frau von ihrem Hund gebissen worden. Weil zunächst unklar war, wie schlimm die Verletzungen sind, schickte die Integrierte Leitstelle des Zollernalbkreises einen Rettungswagen und zusätzlich einen Rettungshubschrauber.
Nach den Ermittlungen vor Ort war der Mischlingshund, der erst seit kurzem bei der Frau lebte, am Nachmittag durch äußere Einflüsse erschrocken. Als die Besitzerin versuchte, das aufgeschreckte Tier zu beruhigen, biss es zu. Die Frau erlitt schwere Verletzungen. Der Rettungshubschrauber brachte sie in eine nahegelegene Klinik, dort wurde sie stationär aufgenommen.
Während der Einsatzmaßnahmen der Polizei sprang der Hund über den Gartenzaun des Grundstücks und lief in zunächst unbekannte Richtung davon. Es handelt sich um ein beigefarbenes Tier, etwa zwei Jahre alt und ungefähr kniehoch. Vermutlich hält es sich weiterhin im Wohngebiet Giebel und auf den angrenzenden Grünflächen auf. Verwandte der Frau und mehrere Tierorganisationen versuchen derzeit, den Hund einzufangen. Er wird als schüchtern beschrieben.
Wer den Hund im Bereich des Wohngebiets Giebel sieht, soll auf Bitten der Polizei nicht selbst versuchen, ihn einzufangen, sondern das Polizeirevier Balingen verständigen.
Zusammengefasst
- Gesucht wird ein beigefarbener Mischlingshund, circa zwei Jahre alt, etwa kniehoch
- Vermutlicher Aufenthaltsort: Wohngebiet Giebel in Geislingen und angrenzende Grünflächen
- Keine Einfangversuche unternehmen
- Hinweise an das Polizeirevier Balingen: 07433 / 26463-0
Sichtweise
Die Bitte der Polizei ist nachvollziehbar: Ein verängstigtes Tier, das schon einmal zugebissen hat, sollte nicht von Unbeteiligten bedrängt werden. Anwohner im Giebel tun am meisten, wenn sie Abstand halten und nur den Hinweis an das Revier geben. Offen bleibt, wie es der verletzten Frau geht.
