Donnerstag,
5. November

Zwischen Alb

Blick vom Moleturm auf die Altstadt von Friedrichshafen
Symbolbild: Friedrichshafen · Foto: Themenmixer auf flickr.com, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Friedrichshafen – In einer Bankfiliale in der Karlstraße in Friedrichshafen ist es am Dienstagvormittag zu einem Angriff auf zwei Frauen gekommen. Tatverdächtig ist ein 54-Jähriger, der sich nach Angaben der Polizei offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Das teilte das Polizeipräsidium Ravensburg mit.

Der Mann wollte sich in der Filiale Bargeld auszahlen lassen. Eine Mitarbeiterin der Bank konnte dem Wunsch offenbar nicht nachkommen. Daraufhin wurde der 54-Jährige verbal aggressiv und stieß die Angestellte gegen die Schulter.

Eine Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes ging dazwischen. Die Bank hatte sie eigens beauftragt, weil es in den Tagen zuvor ähnliche Vorfälle mit dem Mann gegeben hatte. Auch die Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes schlug er ins Gesicht, mit der Faust und mit einem Regenschirm. Es gelang ihr dennoch, den Mann nach draußen zu bringen und die Polizei zu rufen.

Bevor eine Streife eintraf, war der Mann bereits geflüchtet. Im Zuge der Fahndung stellte die Polizei ihn. Auch gegenüber den Beamten wehrte sich der deutsche Staatsangehörige und wirkte wahnhaft. Die Einsatzkräfte mussten ihn zu Boden bringen und fesseln. Anschließend kam er in ein Fachkrankenhaus. Er wird unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Sichtweise

Die Mitteilung schildert den Ablauf nüchtern, lässt aber offen, wie schwer die beiden Frauen verletzt wurden. Auffällig ist, dass die Bank wegen früherer Vorfälle schon Vorsorge getroffen hatte. Für die Beschäftigten solcher Filialen zeigt der Fall, wie schnell eine Situation am Schalter kippen kann. Für den Mann ist nun die Behandlung im Krankenhaus zunächst das Wichtigste.

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