Sonntag,
8. November

Zwischen Alb

Biberach Altstadt
Symbolbild: Biberach an der Riß · Foto: Zairon, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Biberach an der Riß – Im Biberacher Wolfental soll im kommenden Jahr der erste Abschnitt der Umgestaltung beginnen. Der Gemeinderat hat dafür einstimmig den Baubeschluss gefasst, teilte die Stadt Biberach an der Riß mit. Das Bachbett soll naturnäher werden, ökologische Lebensräume sollen aufgewertet werden. Zugleich soll das Vorhaben dem Hochwasser- und Klimaschutz dienen und den Wert des Gebiets für die Naherholung verbessern.

Nach der Umgestaltung kann im betroffenen Bereich mehr Wasser zurückgehalten werden. Das hilft nach Angaben der Stadt beim Schutz vor Hochwasser und Starkregen.

Drei Bausteine zum Auftakt

Das Entwicklungskonzept beginnt mit drei Maßnahmen. Am umfangreichsten fällt die Revitalisierung des Bachabschnitts aus, der zwischen Felsengartenstraße und Kolpingstraße verläuft. Dort ist das Bachbett bislang vollständig betoniert und soll teilweise naturnah umgebaut werden. Die sanierungsbedürftige Ufermauer im südlichen Bereich entfällt; sie grenzt an das einstige Kundrath-Areal. Die Verwaltung rechnet damit, dass neue Lebensräume für Amphibien und Pflanzen das Gebiet ökologisch aufwerten. Außerdem soll die Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Umgebung steigen.

Zweiter Baustein ist der Ratzengraben, dessen Umgestaltung abgeschlossen wird. Vorgesehen sind angehobene Trittsteine, neue Bepflanzung und eine maßvolle Aufwertung am Parkdeck Stadthalle. Damit entstehen ein leichterer Zugang sowie ein kühler Rückzugsort in der Nähe der Innenstadt. Drittens wird im südlichen Wolfental ein Streifen renaturiert, der von der Gemarkungsgrenze Reute bis zur früheren Mühle reicht.

Kosten und Zeitplan

Für die ersten drei Bauabschnitte sind rund 560.000 Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen im kommenden Frühjahr ausgeschrieben und von Mai bis September umgesetzt werden. Für das äußere und das innere Wolfental werden die Entwürfe fertiggestellt und dem Gemeinderat noch einmal zur Beratung vorgelegt. Ab 2028 sollen diese Bereiche dann Schritt für Schritt in mehreren Abschnitten umgesetzt werden. Die Förderung läuft bis März 2030, bis dahin muss das gesamte Projekt fertig sein. Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten von bis zu 3 Millionen Euro.

Zusammengefasst

  • Ausschreibung der ersten drei Bauabschnitte: kommendes Frühjahr
  • Umsetzung: Mai bis September
  • Kosten der ersten drei Abschnitte: rund 560.000 Euro
  • Weitere Abschnitte: ab 2028
  • Ende des Förderzeitraums: März 2030
  • Insgesamt sind für das Projekt bis zu 3 Millionen Euro kalkuliert.

Sichtweise

Die Mitteilung erklärt gut, was an den Startpunkten geschieht. Offen bleibt, welche Kosten auf die einzelnen späteren Abschnitte entfallen. Der enge Förderzeitraum lässt wenig Spielraum für Verzögerungen.

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